4. Mai 2017 DAmberg

Gute Arbeit, Gute Löhne - Diskussion in Stadtroda

Sandro Witt, stellvertretender DGB-Bezirksvorsitzender Hessen-Thüringen (l) und Markus Gleichmann, Kreisvorsitzender DIE LINKE SHK (r).

An was kann man gute Arbeit festmachen und wie kann man für eine Verbesserung seiner Arbeitssituation kämpfen? Um diese und weitere Fragen ging es in der ersten Veranstaltung der Reihe „Demokratie ist kein Sofa“ zum Thema Arbeit mit dem stellvertretenden DGB-Vorsitzenden Hessen/Thüringen Sandro Witt in Stadtroda. Rege wurde über die besondere Situation im Saale-Holzland-Kreis und generell in Thüringen, bedingt durch die kleinteilige Wirtschaft, diskutiert. Sandro Witt betonte vor allem, dass es für ArbeitnehmerInnen wichtig ist, sich zu organisieren, um Verbesserungen durchzusetzen. Etwa die Hälfte der ArbeitnehmerInnen sind unzufrieden mit dem Lohn und der Wertschätzung ihrer Arbeit. Der psychische Druck wächst, auch bei prekären Beschäftigungsverhältnissen wie Leiharbeit. Sandro Witt bleibt trotzdem ein Kritiker des bedingungslosen Grundeinkommens. Er möchte vielmehr eine Umverteilung des Reichtums in den Fokus rücken.

Insbesondere die geringe Tarifbindung der Unternehmen von etwa 22% in Thüringen führte zu Diskussionen über den Wert von Arbeit und der Möglichkeit des Arbeitskampfes.