19. April 2017

„Saale-Rennsteig-Kreis“ war zu erwarten

„Der Entwurf des Kreisneugliederungsgesetzes, welches am 19.04. vom Innenminister vorgestellt wurde, enthält für den Saale-Holzland-Kreis keine großen Überraschungen“, meint der Kreisvorsitzende der Partei DIE LINKE im Saale-Holzland-Kreis, Markus Gleichmann. „Nach den intensiven Diskussionen des ersten Vorschlages, den SHK nur mit dem Saale-Orla-Kreis zu fusionieren, hat sich nun der Entwurf der Handelskammern und der Arbeitsagentur durchgesetzt. Dieser war auf Grund der Verflechtungsbeziehungen zwischen des Orla-Kreises und des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt aus unserer Sicht auch besser begründet“, so Gleichmann weiter. 

„Eine wirkliche Alternative war mit den Totalverhinderern der CDU-Kreistagsfraktion nicht zu erreichen. Unser Antrag im Kreistag, mit Jena Verhandlungen aufzunehmen, scheiterte leider an der wenig konstruktiven Ablehnungshaltung. Einen Gegenvorschlag gab es daher vom Kreistag bedauerlicherweise nicht“, kritisiert der Kreistagsfraktionsvorsitzende der LINKEN/GRÜNEN Knuth Schurtzmann. 

Der Kreisverband DIE LINKE im SHK fordert von den Verantwortlichen für den Fortgang der Reform jedoch, dass die bisherige Kreisverwaltung in Eisenberg weiterentwickelt wird, auch wenn Saalfeld der Kreissitz wird. „Wir begrüßen, dass die Einrichtung von Bürgerservicebüros vom Landtag schon gesetzlich verankert wurde. Damit wird sichergestellt, dass die Wege der Bürgerinnen und Bürger nicht länger werden, sondern sogar kürzer“, heißt es in einer Erklärung des Kreisvorstandes. „Auch eine Forcierung im Bereich der Digitalisierung und E-Gouvernement muss nun in den Verhandlungen vereinbart werden“, so heißt es weiter.

Wichtig ist dem Kreisvorstand auch, dass die neue Gemeinde Bad Köstritz-Crossen in dem neuen Saalekreis integriert wird. „Dafür sprechen die Mehrzahl der Gemeinden, die im neuen Verband aktuell dem SHK zugeordnet sind. Weiterhin gab es schon immer den Wunsch der Köstritzer in den SHK zu wechseln“, so Gleichmann. 

Einen Namensvorschlag haben die LINKEN im Saale-Holzland-Kreis auch schon. „Unser touristisches Potenzial liegt in der Saale mit dem Radweg und der Talsperrenkaskade und den vielen wanderbaren Regionen, die in einem der bekanntesten Höhenwege Deutschlands gipfeln. Daher wäre Saale-Rennsteig-Kreis ein gutes Aushängeschild“, so der Kreisvorstand. 

Abschließend heißt es in der Erklärung, dass „die Reform weiter konstruktiv durch unseren Kreisverband begleitet wird. Fehlentwicklungen werden wir genauso kritisieren, wie Positives nennen.